35 Schulen und Kindergärten haben sich um den Gestaltungspreis von lernwerk bern beworben. Die interdisziplinäre Auseinandersetzung mit dem Stadtbrand von Bern, die Konstruktion einer Kugelbahn quer durchs Schulhaus und ein Rennen mit selbst gebauten PET-Booten haben die Jury am meisten überzeugt.

Mit insgesamt 2000 Franken zeichnet lernwerk bern die innovativsten und kreativsten Gestaltungsprojekte aus. Teilgenommen haben dieses Jahr 35 Berner Schulen und Kindergärten. Es wurden futuristische Architekturmodelle gebaut, textile Cupcakes gehäkelt, Keramikbilder gebrannt, ferngesteuerte Segelboote konstruiert, alte Möbel zu neuem Leben erweckt oder Billig-T-Shirts zu modischen Unikaten verarbeitet. Die Einsendungen geben einen Überblick über das kreative und fantasievolle Arbeiten im Fachbereich Gestalten und zeugen vom grossen Engagement der beteiligten Lehrpersonen.

Eine achtköpfige Jury aus Fachpersonen und Laien hat nun die besten drei Eingaben ausgewählt. Wie innovativ ist das Projekt? Regt es die Eigeninitiative der Schülerinnen und Schüler an? Ist es technisch raffiniert umgesetzt und das Resultat präsentabel? Solche Fragen haben sich die Jurymitglieder gestellt und schliesslich die Sieger gekürt:

Den Spitzenrang belegt das fächerübergreifende Projekt „Musik und Gestalten: Der Brand von Bern“. Unter der Leitung von Klassenlehrerin Esther Lehmann-Staub haben sich die Viert- bis Sechstklässler des Schulhauses Schonegg in der Gemeinde Sumiswald im Gestalten, der Musik und in Geschichte mit dem Stadtbrand von Bern im Jahre 1405 auseinandergesetzt. Die Kinder haben unter anderem das von Mario Bürki zu diesem Ereignis komponierte Musikstück in Zeichnungen übersetzt. Bild und Ton wurden schliesslich zu einem eindrücklichen Film zusammengefügt.

Auf Platz zwei liegt das Projekt „Eine Kugelbahn durchs Schulhaus“ an dem alle Klassen des Schulhauses Hasenlehn in Trubschachen mitgearbeitet haben. Entstanden ist eine rund 50 Meter lange Bahn mit von den einzelnen Klassen gestalteten „Labyrinthen“ und raffinierten Kugelliften. Auf den dritten Rang setzt die Jury das Projekt „Kreatives PET-Recycling“ der Viert- bis Sechstklässler aus Schwarzhäusern. Nach eigenen Berechnungen und Konstruktionsplänen bauten sie aus PET-Flaschen und Dachlatten Boote, die sie anschliessend bei einem Rennen in der Badi testeten.

Die Preisübergabe fand im Frühling 2014 statt.

 

Die Siegerprojekte:

Jurierung und Preisübergabe