Jahresbericht 2017

Vorstand

Im vergangenen Jahr traf sich der Vorstand zu 15 Arbeitssitzungen. Schwerpunkte waren unser Stand am Berner Bildungstag in Biel, der Gestaltungspreis mit der Jurierung, das neue Projekt Tierart mit dem Tierpark Dählhölzli, das Kursangebot, Mitgliederwerbung, Events, Publikationen, Finanzen sowie die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen. Regelmässige Treffen mit Personen aus Bildung und Gewerkschaft bilden die Grundlage für ein gut funktionierendes Netzwerk, das wir auch im letzten Jahr rege pflegten.

Mitglieder

lernwerk bern zählte Ende Jahr 1942 Mitglieder (1949 im Vorjahr).

Leistungsvertrag mit der ERZ

Dank dem im Leistungsvertrag vereinbarten Beitrag des Kantons können wir qualitativ gute und dem Lehrplan 21 entsprechende Angebote zusammenstellen, was von den Lehrpersonen sehr geschätzt wird. Am jährlich stattfindenden Reporting/Controlling legten wir über unsere Arbeit Rechenschaft ab.

Verein

Die Hauptversammlung 2017 fand am 29. März in der Keramikmanufaktur Linck in Worblaufen statt. 60 Mitglieder liessen sich den Herstellungsprozess der exklusiven Stücke zeigen. Anschliessend gab der Vorstand einen Rückblick auf ein erfreuliches Jahr 2016 und erste Einblicke in die 2017/18 geplanten Aktivitäten. Die Rechnung sowie das Budget wurden von den Mitgliedern einstimmig gutgeheissen. Zudem wurde Reto Wissmann für weitere vier Jahre im Vorstand bestätigt.

Angebot und Dienstleistung

Im vergangenen Jahr konnten wir im subventionierten Bereich 41 Kurse (13 bildnerische, 15 textile, 13 technische) und 43 Workshops mit rund 7340 Teilnehmerstunden durchführen. 5 Kurse mussten mangels Teilnehmer abgesagt werden.
Im nichtsubventionierten Bereich waren es 60 Kurse (13 bildnerische, 15 textile, 23 technische und 9 Einblicke) mit rund 4250 Teilnehmerstunden. 16 Kurse mussten abgesagt werden, zwei davon wegen Krankheit der Kursleitenden. 8 Kurse konnten wir dank grosser Nachfrage verdoppeln, verdrei- oder gar vervierfachen. So wurden letztendlich gar 71(!) Kurse und Einblicke durchgeführt. Die Anmeldezahlen sind trotz der laufenden LP-21-Weiterbildungen nur leicht rückläufig. Dies freut uns sehr und zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind.

Die Kursplanung erfolgte wie schon im Vorjahr in Fachgruppen, begleitet von den beiden Angebotsverantwortlichen. Wir konnten wiederum ein spannendes Kursangebot für das kommende Jahr 2018 zusammenstellen. Es locken wie gewohnt neue wie auch bewährte Themen, die den Unterricht bereichern werden. Da das Angebot des IWM der PH Bern fast ausschliesslich auf die Einführung des neuen Lehrplans ausgerichtet ist, schauten wir besonders darauf, dass die wichtigsten Themen bei lernwerk bern ausgeschrieben werden konnten.

Der Lehrplan 21 beschäftigte uns ebenfalls. Thomas Stuber (TTG) und Susanne Junger (BG) leiteten die beiden letzten Module unserer internen Weiterbildung für Kursleitende zu den Themen formative Beurteilung und zum Umbau der Kurse zum neuen Lehrplan. Zudem hat uns Karoline Weber einen Input zum Zyklus 1 gegeben und im letzten Modul zeigten uns Ines Muralt und Roman Ziller mögliche Dokumentationswege im Unterricht auf. Wir danken allen Beteiligten für die tollen Anlässe und ihre engagierte Begleitung. Das grosse Interesse seitens der Kursleitenden zeigte uns die Notwendigkeit der Weiterbildung und zeugt von deren Engagement.

In der Planungsgruppe haben wir im November Agnes Joder verabschiedet. Wir danken Agens für ihre Arbeit und freuen uns, dass sie uns weiter als Kursleiterin erhalten bleibt. Ein grosser Dank geht ebenfalls an unsere Angebotsgruppe und die Kursleitenden! Sie leisten mit ihrem Einsatz einen wichtigen Beitrag für lernwerk bern.

Events

Am ersten Anlass im Vereinsjahr 2017 haben wir das Schaudepot in Zürich besucht, wo die Sammlungen des Museums für Gestaltung aufbewahrt werden. Auf der Führung im Keller des riesigen Toni Areals haben wir hinter Vorhängen, in Schränken und Schubladen versteckt so manchen Schatz entdeckt.

Mit Katja Lang, Atelierleiterin und Kunstvermittlerin im Kindermuseum Creaviva haben wir uns im Mai in die Zeit der russischen Revolution vor 100 Jahren begeben. Voller Freude und Energie haben wir anschliessend selber mit Pinsel und Farbe hantiert und eigene abstrakte, aber wenig revolutionäre Werke erschaffen.

Ebenfalls im Mai war lernwerk bern mit einem Stand am Berner Bildungstag vertreten. Ganz nach dem Motto der Tagung «denkbar» präsentierten wir die Resultate von Denkaufgaben: Kursleiter Urs Wenger hat aufgezeigt, wie man Schülerinnen mit Fantasie-Robotern begeistern kann. Dass auch machbar ist, was denkbar ist, haben wir zudem anhand der kleinen Textilprojekte von Iluska, der Tochter der Kursleitenden Aniko Risch und Duosch Grass gezeigt. Sie hat unsere Hirnwindungen nachgestrickt. Interessant und abwechslungsreich waren für uns die Gespräche mit den vielen Lehrerinnen und Lehrern an unserem Stand.

Zusehen, wie eine FREITAG-Tasche hergestellt wird: Im November haben gut 50 Lernwerkerinnen die Gelegenheit genutzt und miterlebt, wie in der Zürcher Taschenmanufaktur die trendigen FREITAG-Taschen hergestellt werden. Natürlich war nach der informativen Führung ein Besuch im Shop der Fabrik ein Must.

Der traditionelle Event in der Buchhandlung Haupt fand im März zum Thema Urban Gardening mit Gudrun Ongania statt. Wir erhielten spannende Einblicke in ein immer aktueller werdendes Thema und stellten mit einfachsten Mitteln eigen Blumentöpfe her, welche wir auch gleich bepflanzten.

Tierart – eine tierisch kreative Aktion für das Fach Gestalten in der Schule: Im August haben wir die neue Aktion lanciert. Nach Wollhammerrot wollen wir erneut zeigen, welch kreative Kraft und Vielseitigkeit in diesem Schulfach liegt. Ab Mai 2018 wird eine tierische bunte Schar kreativer Tierarten den Tierpark Bern bevölkern, die Besucherinnen und Besucher begeistern und einmal mehr den Wert des Fachs Gestalten aufzeigen. Das Projekt Tierart entsteht in Zusammenarbeit mit dem Tierpark Bern. Grosszügig wird es auch vom Tierparkverein unterstütz, der allen Teilnehmenden einen Gratiseintritt in den Tierpark offeriert (bis Mitte August 2018).

Marketing und Kommunikation

Trotz elektronischer Medien ist und bleibt die Fachzeitschrift «mitgestalten» weiterhin unser wichtigstes Kommunikationsmittel. Wir sind ständig daran, es für unsere Mitglieder aktuell und attraktiv zu halten. Im vergangenen Jahr wurde in Zusammenarbeit mit dem Haupt Verlag in Bern die neue Doppelseite Haupt-Sache Gestalten mit einem Schritt für Schritt erklärten Gestaltungsprojekt eingeführt.

Einen schönen Überblick über das Schaffen an den Schulen gab der Gestaltungspreis 2017. 26 Projekte wurden eingereicht. Das Preisgeld von 2000 Franken teilen sich Wachseldorn und Muri-Gümligen. Der Gestaltungspreis ist immer auch ein wirksames Mittel, um die Bedeutung des Gestaltungsunterrichts einer breiteren Öffentlichkeit näherzubringen.

Dank

2017 war ein arbeitsintensives und spannendes Vereinsjahr. Wir danken allen, insbesondere Thérèse Kaeser und Brigitte Brechbühl von der IPO-Service AG, für ihren Einsatz.

Vorstand lernwerk bern