Vorstand
Im vergangenen Jahr traf sich der Vorstand zu 19 Arbeitssitzungen, eine davon per Zoom und zu zwei ganztägigen Vorstandssitzungen. An den Vorstandssitzungen wurden strategische Themen bearbeitet. In diesem Jahr haben wir uns vor allem mit unserer digitalen Entwicklung beschäftigt; an der ersten Vorstandssitzung im Januar konnten wir noch nicht ahnen, dass dies ein wichtiges Thema für das ganze Jahr sein wird. In den Arbeits­sitzungen beschäftigten wir uns neben den Alltags­geschäften vor allem mit Fragen rund um die Situation mit dem Corona-Virus. Im ersten Lockdown entstand das Angebot «Gestalten@home», mit Gestaltungsaufgaben für den Fernunterricht. Wir erhielten von Kursleitenden und Mitgliedern tolle Arbeitsaufträge, die nicht nur von Lehrpersonen, sondern auch von Eltern geschätzt wurden. Zudem versuchten wir immer wieder, Anlässe zu organisieren, die dann wieder verschoben oder abgesagt werden mussten. Kreativität und eine grosse Portion Zuversicht waren gefragt – zum Glück unser Fachgebiet!

Leistungsvertrag
Dank dem im Leistungsvertrag vereinbarten Beitrag des Kantons können wir qualitativ gute und dem Lehrplan 21 entsprechende Angebote entwickeln, was von den Lehrpersonen sehr geschätzt wird. Am jährlich stattfindenden Reporting/Controlling legten wir über unsere Arbeit Rechenschaft ab.

Verein
Die Hauptversammlung 2020 fand nach zweimaliger Verschiebung schlussendlich im Oktober auf digitalem Weg statt. Den Stimmberechtigten wurden alle Dokumente und Informationen zu den Traktanden online zur Verfügung gestellt. Sie konnten sich dann innerhalb einer Frist zu den Traktanden äussern. Die Mitglieder haben alle Anträge des Vorstands stillschweigend genehmigt.

Angebot
Im Vereinsjahr 2020 konnten wir im subventionierten Bereich 59 Kurse (22 bildnerische, 20 textile, 17 technische, davon 2 Verdoppelungen) und 23 Workshops ausschreiben. 4 Kurse mussten mangels Anmeldungen und 20 volle Kurse wegen Corona abgesagt werden. 7 Workshops haben wir verschoben, ein Kurs wurde per Video abgehalten.
Im nichtsubventionierten Bereich waren 64 Kurse ausgeschrieben (20 bildnerische-, 20 textile-, 24 technische-, davon 6 Verdoppelungen und 1 Verdreifachung) und 21 Workshops (davon 3 Verdoppelungen und 1 Verdreifachung). Ein Kurs wurde als Fernunterrichtskurs durchgeführt. 7 Kurse oder Workshops konnten aufgrund mangelnder Anmeldungen nicht durchgeführt werden, 21 infolge der Corona-Pandemie. Insgesamt 9 wurden verschoben.
In beiden Angeboten konnten einige Kurse nicht mit der vollen Teilnehmerzahl durchgeführt werden, weil wir uns an entsprechende Bestimmungen halten mussten oder immer wieder Teilnehmende krank oder in Quarantäne waren. In dieser Situation war uns die Unterstützung von SWEB eine grosse Hilfe. Sie hat uns in den manchmal schwierig zu interpretierenden Regelungen zu Klarheit verholfen.
Grundsätzlich erfuhren wir ein nie dagewesenes Interesse an unserer Kursarbeit und konnten uns über Rekord-Anmeldezahlen freuen. Es ist offenbar ein riesiges Bedürfnis in dieser speziellen Zeit, gestalterisch tätig zu sein.
Die Kursplanung erfolgte unter der Leitung der beiden Angebotsverantwortlichen in einer neu zusammengesetzten und verkleinerten Planungsgruppe. Sie plante das gesamte Kursvolumen für das Jahr 2021. Dies hatte einen deutlichen Vorteil für eine optimale Abgleichung aller Kursthemen. Für die Bewilligung haben wir die Mitglieder des Beratungspools beauftragt. So konnte erstmals eine Aussensicht auf die Kursplanung initiiert werden. Wir danken den beiden Gremien für ihre Unterstützung und die Arbeit.
Am 11. März 2020 fand das Kursleitendentreffen im PROGR Bern statt. Als Rahmenprogramm konnten zwei Ateliers und unser Büro besucht werden. Die Angebotsleitungen informierten die Kursleitenden zu vielen Themen und Neuerungen in der Kursarbeit. Anschliessend genossen wir ein letztes Apéro-Buffet zusammen.

Events und Aktionen
«La Folie en Tête», so der Titel der Ausstellung von Heinz Lauener in den Räumen des Psychiatriemuseums auf dem Gelände der Klinik Waldau. Im Januar 2020 hatte noch niemand von den rund zwanzig Lernwerkerinnen und Lernwerkern geahnt, welche Verrücktheit uns in diesem Jahr noch erwarten würde. Die Gegenstände und Bilder der historischen Ausstellung zeigten die Geschichte der Psychiatrie im Kanton Bern. Ebenfalls zu sehen waren Werke von Adolf Wölfli aus der Sammlung Walter Morgenthaler.
Besonders unter der Corona-Krise gelitten hat die Roadshow von lernwerk bern. Im März hatten wir geplant, den Lehrpersonen aus dem Oberland in Spiez unser reichhaltiges Kursangebot schmackhaft zu machen und dann im Oktober weiter zu ziehen zu den Seeländerinnen und Seeländern nach Lyss. Leider mussten wir beide Anlässe absagen beziehungsweise um ein Jahr verschieben.
Auch die Ausstellung «El Anatsui – Triumphant Scale» im Kunstmuseum Bern wäre beinahe dem Corona-Lockdown zum Opfer gefallen. Glücklicherweise wurde sie verlängert und so konnte im August die lernwerk-Matinée doch noch stattfinden.
Wie die Kurse von lernwerk bern mussten auch unsere Events teilweise kurzfristig abgesagt oder verschoben werden. Immer aktuelle Infos zu den Terminen gibt es auf unsere Website – regelmässig darauf klicken lohnt sich sowieso!

Kommunikation
Das Fachmagazin «mitgestalten» bildet zusammen mit unserer Webseite das Rückgrat der Vereins-Kommunikation. Seit Ende 2019 können wir unsere Mitglieder und weitere Interessierte zudem mit einem Newsletter noch aktueller über Neuigkeiten informieren. Er hat unterdessen über 2100 Abonnentinnen und Abonnenten und wird gut beachtet. Auch die Kontakte via Facebook und Instagram nehmen kontinuierlich zu. Die Kommunikationsstrategie, analog und digital möglichst gut zu vernetzen, trägt auf jeden Fall Früchte.
Im vergangenen Jahr hat lernwerk bern zum fünften Mal den mit insgesamt 2000 Franken dotierten Gestaltungspreis vergeben. 41 Schulen und Kindergärten haben ihre Projekte eingereicht – so viele wie noch nie! Darunter waren auch einige aus der Corona bedingten Fernschulzeit. Gewonnen haben das Berner Schulhaus Bitzius mit «Kistenstadt», der Kindergarten Wunderplunder in Attiswil mit «Zaubercomputer» und die Schule Seidenberg in Muri-Gümligen mit «Flickwochen». Der Corona-Sonderpreis geht an das Projekt «Wasserspiel» der Schule Rüeggisberg.

Dank
Das Vereinsjahr 2020 forderte uns auf eine ganz besondere Weise. Wir danken unseren Kursleitenden für ihre kreativen Kursabenteuer mit immer neuen Schutzmassnahmen, für das grosse Verständnis von allen unseren Kundinnen und Kunden und insbesondere unserer Administratorin Brigitte Brechbühl für ihren ausserordentlichen Einsatz.

Vorstand lernwerk bern