Am Samstag, 18. Januar, haben sich über 20 interessierte Personen zum lernwerk-Event im Psychiatriemuseum auf dem Gelände der Klinik Waldau eingefunden.

Nicht selten mit einiger Beklemmung hörten wir uns die Geschichte der Psychiatrie ab dem 14. Jahrhundert an. Martin Sauser erzählte eindringlich und ohne den Umgang mit psychisch kranken Menschen im Kontext der damaligen Zeit zu werten. Im Fokus seiner Führung blieb einerseits immer die Entwicklung der Psychiatrie in der Waldau und andererseits der Wandel der Therapien hin zu der modernen wissenschaftlichen Psychiatrie mit besseren Möglichkeiten, den kranken Menschen zu helfen.

Der hintere Teil der Ausstellungsräume ist Adolf Wölfli vorbehalten. Mehrere von ihm bemalte Vitrinen und Schränke sowie Bilder und Tondokumente seiner Gedichte brachten uns den Künstler und langjährigen Patienten der Waldau näher. Begründet hat die Sammlung der Kunstgegenstände Walter Morgenthaler. Er war von 1913 bis 1920 Psychiater in der «Bernischen kantonalen Irrenanstalt Waldau». Die von ihm gesammelten Werke bilden ein Herzstück der Stiftung Psychiatrie-Museum Bern.

Zum Abschluss des Rundgangs begegneten uns in der Wechselausstellung «La Folie en Tête» die bunten Figuren von Heinz Lauener. Später trafen wir den Künstler dann noch persönlich in der KunstWerkStatt, einem offenen Atelierraum auf dem Gelände der Waldau. Hier erzählte uns der Präsident des Vereins, Otto Frick, von den erfolgreichen Ausstellungen der Künstlergruppe in der Schweiz und im Ausland, dem Film «Halleluja! Der Herr ist verrückt», in welchem sechs Kunstschaffende aus der KunstWerkStatt Waldau portraitiert werden, und von den alltäglichen Freuden und Sorgen als Initiant und Betreuer des Ateliers. Der Verein betreibt eine tolle Website und freut sich jederzeit über Interesse an der Organisation und neue Mitglieder.

Herzlichen Dank all jenen, die diesen spannenden Morgen möglich gemacht haben!

Ines Muralt
ines.muralt@lernwerkbern.ch